In die Hölle kommen - eine christliche Schreckensvorstellung oder doch Realität?

"Man kommt nicht in die Hölle, sondern schafft sich die eigene Hölle.
Wird man daraus auch erlöst?"


Diese Frage wurde mir auf dem NTE-Podcast YouTube Kanal gestellt.

Von den Überlebenden eines Herzstillstands berichteten circa 20 Prozent über typische Nahtoderfahrungen (NTE).[8]
Nach einer repräsentativen Befragung von über 2000 Personen in Deutschland durch den Berliner Soziologen Hubert Knoblauch in den Jahren 1997–1998 hatten etwa 4 Prozent eine Nahtoderfahrung.[9]
Und die International Association For Near Death Studies (IANDS)—die größte Vereinigung zu diesem Thema—schätzt, dass zwischen 1 und 15 Prozent dieser Nahtoderfahrungen von negativer, umgekehrter oder höllischer Art waren.

Menschen mit einer negativen NTE berichten von Kreaturen, die sie angreifen, oder sie kommen an höllischen Bereichen vorbei, in denen Menschen schmachten und schreien.
Einige NTE berichten von einer Ebene, in der Menschen sich gegenseitig bekämpfen und anfeinden, und in ihre eigene negative Gemütsverfassung verwickelt bleiben.

Häufig interpretieren die Nahtoderfahrenden ihren negativen Eindruck so, dass die Leidenden ihre eigene Hölle selbst erschaffen, und dass es von außen niemanden gibt, der richtet und bestraft.
Der Zustand, in dem sich die „Seelen“ befinden, ist so grausam, weil sie sich sehr weit vom Licht entfernt haben, bzw. das Licht nicht sehen können. Sie haften an ihrem vergangenen irdischen Leben, können davon nicht loslassen, und darum nicht weitergehen.

George Ritchie, der in seinem Buch „Rückkehr von Morgen“ ausführlich seine NTE beschreibt, findet sich bspw. in einer Szene wieder, in der er beobachtet, wie Verstorbene versuchen, mit ihren noch lebenden Angehörigen Kontakt aufzunehmen, aber von jenen nicht wahrgenommen werden:

„Eine Ewigkeit wie diese - der Gedanke durchzuckte mich wie ein kalter Schauer - musste in Wahrheit eine Art Hölle sein. Wenn ich überhaupt darüber nachgedacht hatte, dann stellte ich mir die Hölle immer wie einen feurigen Ort unten in der Erde vor, wo böse Menschen wie Hitler für immer brennen würden. Aber was, wenn eine Ebene der Hölle direkt hier an der Oberfläche existierte - ungesehen und unvermutet von den Lebenden, die den gleichen Raum einnahmen? Was, wenn es bedeutete, auf der Erde zu bleiben, aber nie wieder in der Lage zu sein, Kontakt mit ihr aufzunehmen? Ich dachte an jene Mutter, deren Sohn sie nicht hören konnte. Die Frau, die die Zigarette wünschte. Ich dachte an mich selbst, von dem Wunsch beflügelt, nach Richmond zu kommen, und nicht in der Lage, gesehen zu werden oder Hilfe zu bekommen. Voller Wäsche, brennend vor Verlangen, und trotzdem kraftlos - das wäre in der Tat die Hölle.
Nicht „wäre“, erkannte ich mit einem Mal. Es war. Dies war die Hölle: und ich selbst war so sehr ein Teil davon, wie diese anderen körperlosen Kreaturen. Ich war gestorben. Ich hatte meinen irdischen Körper verloren. Jetzt existierte ich in einem Bereich, in dem ich keinerlei Beachtung finden würde.“ (George G. Ritchie. Rückkehr von Morgen. Francke-Buchhandlung GmbH, 1980. S 58 f)

An anderer Stelle wird ihm eine Ebene gezeigt, in der miteinander ringende Wesen ganz und gar in ihrem Kampf absorbiert sind und nicht bemerken, dass es keinen Ausweg gibt:

„Über der ganzen unglücklichen Ebene schwebten Gestalten, die anscheinend aus Licht bestanden Es war ihre Größe und ihr blendender Glanz, die mich gehindert hatten, sie vorher zu erkennen. Jetzt, nachdem meine Augen auf sie eingestellt waren, konnte ich erkennen, dass diese unermesslichen Gestalten sich über die kleinen Kreaturen auf der Ebene beugten, vielleicht sogar mit ihnen sprachen.
Waren diese strahlenden Wesen Engel? War das Licht neben mir auch ein Engel? (…)
War es möglich, dass jeder dieser anderen Verstorbenen, elend und unwürdig wie ich, ebenfalls in seiner Gegenwart waren? (…) Ich wusste es nicht. Alles, was ich klar erkannte, war dies, dass nicht eines dieser zankenden Wesen auf der Ebene verlassen worden war. Jemand war neben ihnen, achtete auf sie und diente ihnen. Und genauso sichtbar war die Tatsache, dass keiner von ihnen es wusste. Wenn Jesus oder seine Engel zu ihnen sprachen, konnten sie es sicherlich nicht hören. der Strom des Hasses, der aus ihren eigenen Herzen kam, machte keine Pause; ihre Augen suchten immer nur eine Person in der Nähe, um sie zu demütigen. (…)
Und plötzlich erkannte ich, dass es eine gemeinsame Erklärung für all die Szenen gab, die ich bis hierher gesehen hatte. Es war der Mangel, Jesus erkennen zu können.
Ob es ein körperliches Verlangen war, ein irdischer Wunsch, eine Vertieftsein in das Selbst - ganz gleich, was seinem Licht auch in den Weg trat, es schuf eine Trennung, in die wie mit dem Tod eintreten.“
(George G. Ritchie. Rückkehr von Morgen. Francke-Buchhandlung GmbH, 1980. S 58 fS 63 ff)

Die Wesen, oder Seelen der Verstorbenen, sind also nicht fähig, die liebevollen Wesen an ihrer Seite zu erkennen, obwohl diese dauernd für sie da sind. Dies würde auch erklären, warum ein anderer Nahtoderfahrender ebenfalls von einer Ebene berichtet, in der dunkle Kreaturen über ihn herfielen und ihn zerfleischten, bis er sich an ein Gebet aus Kinderzeiten erinnerte, worauf ein Licht erschien, das ihn rettete.
War das Licht vielleicht die ganze Zeit da gewesen und hatte er es erst sehen können, als er seine Aufmerksamkeit auf etwas göttliches richtete?

Aber die Stimme wiederholte: „Bete zu Gott!” Diesmal war es bestimmter. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Als Kind war beten für mich etwas, das ich die Erwachsenen tun sah. Das war etwas Exotisches und musste anscheinend auf eine gewisse Art und Weise gemacht werden. Doch jetzt versuchte ich auf einmal, mich an Gebete aus meiner Kindheit zu erinnern. Ein Gebet sollte auswendig gelernt werden. Aber an was konnte ich mich nach so langer Zeit noch erinnern? Versuchsweise murmelte ich einige Worte, die ich aus dem 23. Psalm kannte, dann Worte aus der amerikanischen Nationalhymne, dem Vaterunser und schließlich „God bless America!”; schlicht alle kirchlich oder religiös klingenden Sätze, die mir einfielen.
„Und ob ich auch wandere durch das finstere Tal, in dem die Schatten des Todes mich bedrohen, so fürchte ich mich nicht, denn Du bist bei mir. - Meine Augen haben die Herrlichkeit gesehen, mit der Du, Gott, erscheinst. - Bewahre uns vor dem Bösen. - Eine Nation unter Gott. Und Gott segne Amerika!”

Zu meinem größten Erstaunen wurden diese grausamen und erbarmungslosen Wesen, die mir das Leben aus dem Leib rissen, durch mein stotterndes Beten sehr wütend, denn offensichtlich konnten sie es nicht aushalten, wenn ich das Wort Gott erwähnte. Es war, als ob ich kochendes Öl über sie geschüttet hätte. Sie schrieen mich an; „Es gibt keinen Gott! Was denkst du bloß, mit wem du sprichst? Niemand kann dich hören! Und jetzt werden wir dir richtig weh tun!”
Sie sagten dies in einer äußerst obszönen Sprache, schlimmer als jede Blasphemie, die man auf Erden aussprechen könnte. Doch gleichzeitig zogen sie sich von mir zurück. Ich konnte ihre Stimmen in dieser absoluten Dunkelheit noch gut hören, aber die Entfernung zu ihnen nahm zu. Ich stellte fest, dass alles, was ich über Gott sagte, sie tatsächlich vertrieb. Und dadurch wurde ich mutiger. „Ja, obwohl ich durch das Tal des Todes schreite, wird Gott euch kriegen. Lasst mich in Ruhe, denn der Herr ist mein Hirte und wir sind eine Nation unter Gott und…“
Im Rückzug wurden sie immer ausfallender, fluchten und schrieen gegen Gott. Immer noch riefen sie mir zu, dass all mein Beten absolut wertlos, und ich selbst nur ein Feigling, ein Nichts sei. Mit der Zeit zogen sie sich immer weiter zurück in die ferne Dämmerung, außerhalb meiner Hörweite. Ich wusste, dass sie trotz des Abstands, den sie zu mir hatten, noch zurückkehren konnten.
(…)

Als ich dort lag, innen wie außen völlig zerrissen, da wusste ich, dass ich verloren war. Nie wieder würde ich die Welt sehen. Ich war auf dem Weg, eine Kreatur der Dunkelheit zu werden – und völlig allein.
Plötzlich erinnerte ich mich vage an ein Lied aus meiner Kindheit, an das ich in meinem ganzen erwachsenen Leben nicht mehr gedacht hatte. Ich erinnerte mich an meine Kinderstimme, in der ich ein- und dieselbe Strophe immer und immer wieder sang. Dieses Kind, das ich einmal war, sang dieses Lied voller Unschuld, voll Vertrauen und Hoffnung: “Jesus liebt mich, da da da…” Von dem ganzen Lied erinnerte ich mich also nur an die Melodie und diese paar Worte. Als Kind hatten wir dieses Lied während des Religionsunterrichts nach dem Gottesdienst gesungen.
(…)

Jetzt brauchte ich wirklich dringend jemanden, der mich liebt, jemand, der weiß, dass es mich gibt und dass ich lebe. Ein vager Hoffnungsschimmer erwachte in mir, der Beginn eines Glaubens, dass es vielleicht doch etwas Größeres da draußen gab. Das erste Mal in meinem erwachsenen Leben spürte ich das Verlangen, dass es doch wahr sein möge, dass Jesus mich liebt.

Ich wusste immer noch nicht, wie ich das ausdrücken sollte, was ich doch so dringend wollte und brauchte, aber unter Aufbietung der letzten Kraftreserven schrie ich es jetzt hinaus in diese Dunkelheit: „Jesus, rette mich!” Diese Worte stieß ich heraus aus dem tiefsten Innern meines Seins und mit aller Energie, die mir noch zur Verfügung stand. Und nie in meinem ganzen Leben war es mir mit etwas so ernst gewesen wie mit diesem Wunsch.

Von ganz ferne sah ich in dieser Dunkelheit auf einmal ein winziges Lichtpünktchen, so wie der schwächste Stern am Nachthimmel. Ich wunderte mich nur, warum er mir nicht schon vorher aufgefallen war. Aber dieser kleine Stern wurde auf einmal heller und heller. Zuerst dachte ich, dass es sich dabei um irgendein Ding handeln würde, aber das Licht hatte etwas Persönliches. Es bewegte sich jetzt mit einer alarmierenden Geschwindigkeit auf mich zu. Als es sich mir immer weiter näherte, merkte ich auf einmal, dass es genau auf mich zukam und ich von seiner gleißenden Helligkeit getroffen werden könnte. Ich konnte meine Augen nicht mehr von diesem Licht nehmen, denn das Licht war intensiver und schöner als alles, was ich je gesehen hatte. Es war heller als die Sonne, heller als ein Blitz. Und schon hatte es mich erreicht und eingehüllt. Und da wurde mir klar, dass diese unbeschreibliche Helligkeit nicht nur eine Lichterscheinung war.

Dies war ein Lebewesen, ein Lichtwesen, ungefähr 2,5 Meter groß, und umgeben von einem ovalen Strahlenkranz. Diese extreme Lichtintensität durchdrang meinen ganzen Körper. Meine Qual wurde hinweggeschwemmt und durch ein Gefühl der Ekstase ersetzt. Fühlbare Hände und Arme umfassten mich und hoben mich sanft auf. So erhob ich mich langsam vor der Präsenz dieses Lichtes und all die verwundeten Teile meines Körpers heilten auf wundersame Weise vor meinen Augen. Alle mir zugefügten Verletzungen verschwanden und ich wurde heil in diesem Licht. Aber wichtiger noch war, dass meine Verzweiflung und mein Schmerz durch ein nie gekanntes Gefühl von Liebe ersetzt wurden. Ich war verloren gewesen, und nun hatte man mich gefunden; ich war tot und gestorben, und jetzt wieder lebendig. Dieses liebevolle und strahlende Wesen, das mich umarmt hielt, vermittelte mir den Eindruck, dass es alles über mich wusste und mich genau kannte. Sogar besser, als ich mich selber kannte. Das Lichtwesen war Wissen und Weisheit. Und mir wurde klar, dass ihm einfach alles über mich bekannt war. Und trotzdem bedingungslos akzeptiert und geliebt. Jesus liebt mich also tatsächlich, dachte ich, und er musste also der König der Könige, der Herr der Herren, Christus Jesus der Erlöser sein, Ich erfuhr Liebe in solcher Intensität, dass sie mit nichts vergleich- bar war, was ich je zuvor erlebt hatte. Größer und umfassender als alle menschliche Liebe zusammen genommen. Seine Liebe hüllte mich völlig ein. Dabei bemerkte ich, dass dieses Wesen auch Substanz hatte. Er war unbeschreiblich und wunderbar in seiner Ausstrahlung: Er war das absolut Gute, Macht, Wissen und Liebe. Jesus liebte mich tatsächlich. Nach dem, was ich gerade durchgemacht hatte, übertraf dieses Erlebnis, jetzt so gänzlich durchschaut und gleichzeitig akzeptiert und intensiv durch diesen wunderbaren Gott/ dieses Lichtwesen geliebt zu werden, alles, was ich je erlebt hatte oder mir hätte vorstellen können. Ich hatte in meiner Not zu Jesus um Hilfe gerufen und er war tatsächlich gekommen, um mich zu retten.
(Howard Storm. Mein Abstieg in den Tod …und die Botschaft der Liebe, die mich von dort zurückbrachte. Santiago Verlag, 2008. S 26 ff)

Aus anderen Berichten geht hervor, dass Sterbende, angesichts ihrer Lebensrückschau, Reue empfinden über Handlungen und Situationen, in denen sie anderen Menschen Schmerzen zugefügt haben, und diese auch aus deren Sicht noch einmal erleben. Übereinstimmend wird erklärt, dass die Bewertung des vergangenen Lebens durch sie selbst geschieht, und nicht durch einen äußeren Richter. So eine Präsenz während der Lebensrückschau bei ihnen ist, ist es stets eine bedingungslos liebende, von der keine Wertung ausgeht.

Es scheint also, als wäre die Hölle nicht unbedingt ein im Jenseits existierender tatsächlicher Ort, an den wir zur Strafe für unsere Sünden im Diesseits geschickt werden, sondern vielmehr ein Zustand unseres Gemüts, der uns daran hindert, die Göttlichkeit zu erkennen, die uns immer umgibt.

Können wir jetzt schon vorsorgen, damit wir nach unserem Tod nicht in der Dunkelheit landen? Ich denke ja.

Die Erzählungen zeigen uns, dass das Anhaften an irdischen Dingen, Wünschen und Vorstellungen, oder aber starke (negative) Gefühle gegenüber anderen Menschen hinderlich fürs Weitergehen sind. Daher ist es wohl hilfreich, sich bereits im Leben darauf vorzubereiten, dass wir nichts mitnehmen können, und Stück für Stück loszulassen.

Intuitiv wird dies oft von Menschen in höherem oder hohem Alter gemacht. Sie regeln ihre Angelegenheiten, verschenken ihre Sachen und ziehen sich aus dem Gesellschaftsleben immer mehr zurück, um sich mehr nach innen zu wenden. Dies deckt sich auch mit der fünften Sterbephase nach Kübler-Ross, der Phase der Akzeptanz. Menschen, die wissen, dass sie bald sterben werden, und die vorangegangenen vier Phasen durchlaufen haben, nehmen nun ihr Schicksal an, kommen in einen ruhigen Gemütszustand, der Gesprächsbedarf nimmt ab und der Blick ist nach innen gerichtet. (siehe Elisabeth Kübler-Ross. Interviews mit Sterbenden. Kreuz, Stuttgart/Berlin 1972)

Interviews mit Sterbenden
  • Kübler-Ross, Elisabeth (Autor)

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Wir können jedoch auch schon in jüngerem Alter damit beginnen, loszulassen, was uns hier bindet. Damit meine ich nicht gesunde Bindungen an Familie, Freundschaften oder Haustiere, sondern die Bindung an Vorstellungen, die unerfüllt bleiben, Wünsche, die uns unter Umständen noch am Sterbebett beschäftigen.

Folgende Punkte erachte ich als wichtig für ein gelingendes Loslassen des Lebens:

Erledige deine Angelegenheiten: Bringe Deine geschäftlichen und privaten Angelegenheiten in Ordnung. Regle Dein Erbe, wenn Du eines hast, hab Deine Sachen so, dass Du kein Chaos hinterlässt.

Gehe deinen Wünschen nach: Deine unerfüllten Wünsche binden Dich an diese Ebene. Es gibt viele Berichte, in denen Menschen aus dem Jenseits wieder zurückgeschickt wurden, weil sie noch etwas zu erledigen hatten. Andere Berichte zeigen, dass wir aufgrund unerledigter Themen oder unerfüllter Wünsche vielleicht nochmals inkarnieren müssen. Das bedeutet vielleicht, dass Du Dich Deinen Ängsten und Unsicherheiten stellen musst. Das lohnt sich nicht nur für den Übergang ins Jenseits, Du wirst auch hier schon davon profitieren.

Lasse los, was Du nicht ändern kannst: Wenn Du Groll gegen Menschen, vergangene oder gegenwärtige Situationen hegst, und nicht in der Lage bist, etwas daran zu verändern, indem Du die Situation verlässt oder mit dem Betreffenden ins Reine kommst, übe Dich im Loslassen Deiner Vorstellungen, das es anders sein sollte, als es ist. Es gibt zahlreiche Methoden dazu, die beste mir bekannte ist The Work von Byron Katie. Ich habe schon viele Menschen (inkl. mir selbst) damit begleitet und gesehen, dass ein friedvolleres Leben schon jetzt möglich ist. Es sind die unangenehmen, unerlösten Bindungen an Menschen, die uns auf dieser Ebene halten. Auch eine unerfüllte Liebe kann so eine Bindung sein.

Bringe Dinge in Ordnung, die du bereust: Wenn Du in Deinem Leben Dinge getan oder gesagt hast, die jemandem Schaden zugefügt haben, dann versuche, wenn irgend möglich, es wieder gut zu machen. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, selbst wenn es sich um Menschen aus Deiner Vergangenheit handelt, mit denen Du keinen Kontakt hast, oder die schon verstorben sind. Ich weiß von jemandem, der früher öfter Ladendiebstahl begangen hat, und später, als Wiedergutmachung, in dem Laden immer wieder eingekauft und das Gekaufte danach wieder heimlich ins Regal gelegt hat. Dies war wohl für den Laden weniger wichtig als für ihn, er jedoch hatte das Gefühl, seine Schuld abzutragen.

Verbinde Dich mit Deinem höheren Selbst: Je vertrauter Du Dich jetzt schon mit anderen Ebenen und Gemütszuständen machst, umso leichter fällt Dir vermutlich das Loslassen von dieser Ebene. Meditation, Stille und das Aufhalten in der Natur helfen Dir dabei, wieder in Kontakt mit der Göttlichkeit in Dir zu kommen, und dies wiederum erscheint mir sehr hilfreich beim Übergang vom Leben hier zur nächsten Ebene. Wenn Du jetzt schon weißt, dass Du von göttlichem Licht umgeben bist, ist es wahrscheinlicher, dass Du es im Augenblick Deines Todes erinnerst und nicht auf einer dunklen, schmerzhaften Ebene landest.

Fazit: Manche NTE berichten von höllischen Bereichen, in denen die Wesen, bzw. die Seelen Verstorbener sich gegenseitig Grausamkeiten zufügen und nicht sehen können, dass sie ihre Aufmerksamkeit nur auf das Göttliche richten müssten, um erlöst zu werden, bzw. sich damit sogar selbst zu erlösen. Daher ist es m. E. vorteilhaft, sich jetzt schon mit seinen Schattenseiten auseinanderzusetzen und Frieden mit dem was ist zu schließen, um sowohl das jetzige Leben als auch den Übergang in einem weitgehend friedlicheren Gemütszustand zu vollbringen.

J. Borjigin, U. Lee, T. Liu, D. Pal, S. Huff, D. Klarr, J. Sloboda, J. Hernandez, M. M. Wang, G. A. Mashour: Surge of neurophysiological coherence and connectivity in the dying brain. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 110, Nummer 35, August 2013, S. 14432–14437.

Hubert Knoblauch, Ina Schmied, Bernt Schnettler: The different experience: A report on a survey of near-death experiences in Germany. In: Journal of Near-Death Studies. Band 20(1), S. 15–29; tu-berlin.de (PDF; 124 kB) abgerufen am 4. Juli 2016

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